Héroes del silencio & Bunbury

Manches geht nie verloren

Seit langem habe ich mal wieder Musik gehört. Also, ich höre schon immer mal wieder Musik, aber ich meine, die Art von Musik, die ich toll finde, und von der mein Mann sagt "mach den Müll aus, sonst krieg ich Ohrensausen und mir wird schlecht." Seit neuestem kommt noch hinzu "...sonst wird das Kind krank". Nun ja, Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, und streiten lässt sich darüber nicht.
Meine Meinung: man KANN drüber streiten. Vor allem aber kann ich mit meinem Mann drüber streiten. Weil er versteht nicht, was ich an der Musik der Héroes oder von Bunbury so toll finde.

Wie soll ich das erklären?
Als allererstes hat mich die Stimme fasziniert. Meine Güte, ich vergöttere wirklich nicht viel, aber diese Stimme hat etwas verdammt besonderes an sich.
Irgendwie, entweder liegt es an der Stimme oder an der Art, wie diese Stimme singt, aber ich verstehe wirklich kein Spanisch, habe aber heute noch das Gefühl, als würde ich alles irgendwie verstehen, was Enrique da vor sich hinsingt. Musik ist dann am besten, wenn es seine Botschaft über ein Gefühl übermitteln kann. Der Meinung bin ich.

Und obwohl die Héroes nicht mehr zusammen sind, obwohl Bunbury sich ebenfalls zur Ruhe gesetzt hat: die Musik bleibt für die Ewigkeit. Und immer wieder kommt sie in mein Leben zurück.
Hier eines meiner Lieblingslieder - Canto
(Übersetzungen gemopst von Kathrin's Seite der Union del silencio: http://www.uniondelsilencio.com)

Ich singe (derselbe Schmerz)

Ich singe weil ich immer mit demselben Kummer aufstehe,
mit den offenen Wunden, die immer noch nicht vernarben.
ich irre durch die Straßen, durch Wüsten, durch den Dschungel,
die breiten Meere durchquerend, nirgendwohin.
Ich singe, weil ich es leid werde Erklärungen zu geben,
ich habe keine Lösungen, wozu soviel fragen?
Ich springe von Bett zu Bett, von Mund zu Mund, von Rock zu Rock.
Ich gehe nicht dahin zurück von wo ich gekommen bin,
ich schaue nie zurück. Und es geht weder besser noch schlechter,
denn die Leute auf die ich stoße leiden an demselben Schmerz,
sie sind gleich, derselbe Schmerz. Es geht weder besser noch schlechter,
ob du ruhig bist oder in Bewegung, du leidest denselben Schmerz,
du bist gleich, derselbe Schmerz.
Ich singe, weil ich vielbesuchte Orte leid werde,
langweilige Schemata um Sicherheit zu erreichen.
Ich gehe von hier weg woandershin,
du ziehst Raben groß, und nachher fressen sie dir die Augen aus.
Ich singe weil ich immer mit demselben Kummer aufstehe.
Und es geht weder besser noch schlechter,
denn die Leute auf die ich stoße leiden an demselben Schmerz,
sie sind gleich, derselbe Schmerz. Es geht weder besser noch schlechter,
ob du ruhig bist oder in Bewegung, du leidest denselben Schmerz,
du bist gleich, derselbe Schmerz.

Canto (el mismo dolor)
Canto porque me levanto siempre con las mismas penas, con las heridas abiertas que siguen sin cicatrizar. Vago por las veredas, por desiertos, por la selva, surcando los anchos mares, hacia ningún lugar. Canto porque me canso de dar explicaciones, no tengo soluciones, ¿para qué tanto preguntar? Salto de cama en cama, de boca a boca, de falda en falda. No vuelvo por donde vine, nunca miro hacia atrás. Y no hay mejor ni peor, pues con la gente que tropiezo, sufren del mismo dolor, están igual, el mismo dolor. No hay mejor ni peor, si estás quieto o en movimiento, sufres el mismo dolor, estás igual, el mismo dolor. Canto porque me harto de lugares concurridos, de esquemas aburridos para conseguir seguridad. Parto de aquí a otro lado, crías cuervos, y te comen los ojos luego. Canto porque me levanto, siempre con las mismas penas. Y no hay mejor ni peor, pues con la gente que tropiezo, sufren del mismo dolor, están igual, el mismo dolor. No hay mejor ni peor, si estás quieto o en movimiento, sufres el mismo dolor, estás igual, el mismo dolor

Karin am 8.11.06 19:52, kommentieren

Erinnerungen

Die hier eingefügten Bilder hab ich selbst geschossen. Ist zwar schon n paar Jährchen her, naja, 1998 um genau zu sein, aber aufgehoben hab ich sie dennoch.

Weil irgendwie...es gibt Dinge, die bleiben in der Erinnerung. Und da, wo die Erinnerung manchmal etwas grau zu werden droht braucht man eben Bilder, Musik, Menschen und vieles mehr, was einem die Erlebnisse wieder nahe bringt.

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mir reicht manchmal schon eine Melodie, eine Stimme oder auch ein Getränk, ein Geruch um Stimmungen, Erlebnisse, Erinnerungen wieder zurück zu bringen.

Karin am 28.10.06 19:47, kommentieren